WAG 2018, PRIIP und Highlights der Judikatur zu Anlegerschäden

13.11.2017

Im Wertpapieraufsichtsgesetz 2018 (BGBl I Nr. 107/2007) wird die Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) umgesetzt. Das Gesetz tritt mit 3.1.2018 in Kraft und bringt grundlegende Änderungen für das Privatkundengeschäft von Banken und Wertpapierfirmen im Bereich der Anlageberatung und Vermögensverwaltung. Das Seminar gibt einen Überblick über die Änderungen im österreichischen Recht. Für Altfälle wird das geltende WAG 2007 aber weiterhin große Bedeutung haben. Daher behandelt das Seminar auch Highlights der jüngsten Judikatur zu Anlegerschäden. Unter anderem werden im Detail folgende Punkte besprochen:

  • Unabhängige vs abhängige Anlageberatung nach WAG 2018
  • Gewährung und Annahme von Vorteilen (Gebühren, Provisionen etc) nach WAG 2018
  • Neue Dokumentations- und Berichtspflichten nach WAG 2018
  • Produktüberwachungspflichten („Product Governance“) nach WAG 2018
  • Highlights aus der jüngsten Judikatur zu Anlegerschäden:
    - Aufklärungspflicht über verdeckte Innenprovision
    - Internationale Zuständigkeit bei Aktionärsklagen gegen ausländische Emittenten (VW-Urteile des OGH)
    - Verjährung

Die Verordnung (EU) Nr. 1286/2014 (PRIIP) schafft ab 1.1.2018 die Verpflichtung, zur Erstellung und Zurverfügungstellung eines Basisinformationsblatts für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte („KID“). Das Seminar gibt einen Überblick über die Pflichten nach der PRIIP-Verordnung und behandelt insbesondere die Auswirkungen auf das Zivilrecht.

 

Die Vortragenden:

Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper ist Vorstand des Instituts für Unternehmens- und Steuerrecht an der Universität Innsbruck. Seit über 10 Jahren bilden Rechtsfragen iZm Anlegerschäden einen Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeit. Im Auftrag der Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat er als Experte Liechtenstein bei der Umsetzung der MiFID II in liechtensteinisches Recht beraten.

 

MMag. Martin Ramharter ist seit 2012 Legist im BMF (Abt. III/6). Tätigkeitsschwerpunkte im Versicherungsrecht (u.a. IDD, PRIIP, PEPP, Recovery & Resolution) sowie im Gesellschafts- und Rechnungslegungsrecht. 2016 Entsendung zur Europäischen Kommission als National Expert in Professional Training. 2007-2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der WU Wien und am OGH. Forschungsaufenthalt an der 

 

Zeit:               13.11.2017 von 9-17 Uhr
Ort:                Hotel Triest, Wiedner Hauptstraße 12, 1040 Wien
Kosten:          € 430,00 pro Person

  

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