03.04.2019: Fachtagung: Kollektiver Rechtsschutz am Praxisbeispiel VW

Das BMASGK veranstaltet am 17.5.2019 in Wien eine ganztägige Fachtagung zum Thema "Rechtliche Stolpersteine im kollektiven Rechtsschutz am Praxisbeispiel VW".

Die effektive Rechtsdurchsetzung insbesondere bei Massenschäden ist eines der zentralen Themen der verbraucherrechtlichen und verbraucherpolitischen Diskussion. Die europäische Kommission hat 2018 unter dem Motto „New Deal for Consumers“ zwei Richtlinienvorschläge über Verbandsklagen und die Modernisierung des Verbraucherrechts vorgelegt, Deutschland hat bereits 2018 eine Musterfeststellungsklage etabliert. Zahlreiche Sammelklagen werden in Österreich und anderen EU Mitgliedstaaten im Zusammenhang mit dem VW-Dieselskandal geführt.

 Das wissenschaftliche Programm der Tagung umfasst Vorträge zu Fragen der internationalen Zuständigkeit bei Vermögensschäden (Astrid Stadler, Universität Konstanz), der Vorlagebefugnis- und -pflicht an den Europäischen Gerichtshof im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens (Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück), lauterkeitsrechtlicher Schadenersatzansprüche der Verbraucher/innen – de lege lata und im Lichte des Modernisierungs-Richtlinienvorschlages der Europäischen Kommission (Daphne Aichberger-Beig, Wien) und des Richtlinienvorschlages Verbandsklagen sowie der Frage, ob für österreichische Verbraucher/innen auch eine Teilnahme an der deutschen Musterfeststellungsklage gegen VW möglich und sinnvoll ist (Susanne Augenhofer, Universität Erfurt).

An zwei Podiumsdiskussionen nehmen Vertreter/innen aus Wissenschaft, Praxis, Stakeholder und Zivilgesellschaft teil.

Ein detailliertes Programm zur Veranstaltung und weitere Informationen folgen in den nächsten Wochen.

SAVE THE DATE!