15.06.2018: Rechtsgutachten: Soziale Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen in globalen Lieferketten

Komplexe Wertschöpfungsketten sind in Zeiten einer globalisierten Wirtschaft die Regel. Unternehmen operieren weltweit und profitieren von billigen Produktionsbedingungen und niedrigen lokalen Arbeitsschutzstandards in sogenannten Ländern des globalen Südens. Die intensive mediale Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen entlang der globalen Lieferkette hat die unternehmerische Verantwortlichkeit zuletzt vermehrt in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt und auch eine intensive juristische Diskussion über Haftungsfragen und mögliche Regulierungen angestoßen.

Ein im Frühjahr 2017 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz von Dr. Petra Leupold erstelltes Gutachten untersucht, wie unternehmerische Sorgfaltspflichten zum Schutz der Menschenrechte im österreichischen Recht ausgestaltet werden können. Gegenstand der Untersuchung sind zivilrechtliche Fragen nach der Ausgestaltung der Sorgfaltspflichten, dem Kreis der Haftungsadressaten sowie die zivilprozessrechtlichen Fragen einer auf private enforcement abzielenden gesetzlichen Lösung zur Sicherstellung der Einhaltung unternehmerischer Sozialverantwortung nach dem Vorbild verbraucherschutzrechtlicher Verbandsklagen.

Das Gutachten finden Sie hier.